Mehr als 2.000 Kilometer. Rund 30.000 Höhenmeter. Mehrere Tage fast ohne Pause. Und während Sebastian „Basti“ Trimborn beim Race Around Austria 2026 einmal rund um Österreich fährt, läuft parallel noch eine zweite Herausforderung: möglichst viel davon live ins Internet zu übertragen. Sportlich ging die Mission ziemlich erfolgreich aus. Trimborn erreichte nach 3 Tagen, 12 Stunden und 32 Minuten den zweiten Platz und sicherte sich damit Silber.
Doch auch technisch war das Projekt alles andere als gewöhnlich. Denn Teile der eingesetzten Livestream-Technik kamen aus unserem Livestream Shop: MiNE Media C300 5G Bonding Encoder und MiNE A5 Streaming-Kameras.
Ein Livestream, der einfach einmal um Österreich fährt
Ein Livestream aus einer Veranstaltungshalle ist vergleichsweise berechenbar. Feste Kamerapositionen, Strom aus der Steckdose und im Idealfall eine stabile Internetleitung. Beim Race Around Austria sieht das etwas anders aus. Das Begleitfahrzeug fährt über Stunden und Tage durch unterschiedliche Regionen, Täler und Bergpässe. Mobilfunknetze wechseln ständig, die verfügbare Bandbreite schwankt und zwischendurch kann eine Verbindung komplett verschwinden.
Genau dort wird Internet-Bonding interessant.
Im Begleitfahrzeug von Sebastian Trimborn befanden sich drei Kameras, ein Bildmischer und ein MiNE C300 Bonding Encoder. Für die Internetverbindung wurden mehrere Mobilfunkverbindungen sowie Starlink kombiniert. Das Ziel: Auch während der Fahrt möglichst kontinuierlich ein Videosignal aus dem Auto zu bekommen. Und das hat erstaunlich gut funktioniert.
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Mehr InformationenRegie im Hotel, Kameras auf der Straße
Besonders spannend war der Produktionsablauf. Denn die eigentliche Gesamtregie saß nicht im Begleitfahrzeug. Während ein Mitarbeiter im Auto die Produktion vor Ort betreute, lief die zentrale Regie einige Kilometer entfernt im Hotel. Das Signal aus dem Begleitfahrzeug wurde mit einem MiNE C300 übertragen. Über dessen Pull-Funktion konnte der Stream in der Remote-Regie wieder aufgenommen werden. Dort wurden unter anderem Grafiken und weitere Inhalte ergänzt, bevor das fertige Programm erneut ausgespielt wurde.

Vereinfacht sah der Workflow so aus:
Kameras → Bildmischer → C300 im Begleitfahrzeug → Internet-Bonding → Remote-Regie → Grafiken und Gesamtprogramm → C300 → Livestream
Damit wurde aus einem fahrenden Begleitauto praktisch eine mobile Außenstelle der Regie. Gerade die Pull-Stream-Funktion des C300 erwies sich dabei als enorm praktisch. Der Encoder kann neben HDMI, SDI und USB-Kameras auch bestehende Streams als Eingang übernehmen.
MiNE C300: Bonding für mobile Livestreams
Der MiNE C300 5G Bonding Encoder im Livestream Shop ist genau für solche Einsätze gedacht.
Seine wichtigste Aufgabe ist es, mehrere Internetverbindungen gleichzeitig für einen Livestream zu nutzen. Der C300 besitzt vier SIM-Slots – zwei davon mit 5G und zwei mit 4G – und kann zusätzlich WLAN, Ethernet sowie externe Netzwerkadapter einbinden. Insgesamt lassen sich laut Hersteller bis zu acht Netzwerkverbindungen bündeln.
Beim Race Around Austria wurde diese Möglichkeit genutzt, um mehrere Mobilfunkverbindungen mit einer weiteren Internetanbindung zu kombinieren. Genau das ist bei mobilen Produktionen entscheidend: Bricht eine einzelne Verbindung ein, soll nicht gleich der komplette Livestream verschwinden.
Der C300 unterstützt unter anderem 1080p mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde, H.264 und H.265 sowie Streaming-Protokolle wie RTMP, RTMPS, RTSP und SRT. HDMI, SDI, UVC und Pull-Streams können als Quellen verwendet werden. Ein interner Akku ermöglicht zudem mobilen Betrieb ohne permanente Stromversorgung. Kurz gesagt: ziemlich viele Möglichkeiten in einem Gerät, das mit rund 780 Gramm noch problemlos in ein mobiles Produktionssetup passt.
MiNE A5: Streaming-Kamera für Sport und Outdoor-Produktionen
Zum eingesetzten MiNE-Setup gehören außerdem MiNE A5 Live-Kameras. Und auch deren Einsatzgebiet passt ziemlich gut zu einem Rennen wie dem Race Around Austria. Die kompakte Kamera wurde speziell für mobile Liveproduktionen und Sport entwickelt. Sie besitzt zwei integrierte 4G-Module und kann zusätzlich WLAN sowie weitere Netzwerkverbindungen nutzen. Die A5 kann gleichzeitig live streamen und lokal aufzeichnen. Technisch schafft sie bis zu 4K mit 30 Bildern pro Sekunde beziehungsweise Full HD mit bis zu 60 fps. Ein weitwinkliges Objektiv mit rund 110 Grad horizontalem Bildwinkel eignet sich besonders für bewegte Situationen, Fahrzeuge oder Sportproduktionen. Dabei wiegt die Kamera nur etwa 400 Gramm.
Das macht die MiNE A5 Streaming Camera vor allem dort interessant, wo klassische Kameras samt zusätzlichem Encoder schlicht zu groß oder zu kompliziert wären.
Und am Fahrrad? Einfach ein Smartphone.
Interessanterweise hing am wichtigsten Teilnehmer des Rennens nicht die größte Streaming-Technik. Direkt am Fahrrad von Basti wurde lediglich ein Smartphone mit einer SIM-Karte eingesetzt. Der Grund ist ziemlich simpel: Gewicht. Wer mehr als 2.000 Kilometer und zehntausende Höhenmeter gegen die Uhr fährt, möchte sich nicht freiwillig zusätzliche Technik ans Fahrrad schrauben. Das Beispiel zeigt deshalb auch ganz gut, worauf es bei mobilen Produktionen wirklich ankommt: Nicht überall muss das maximal mögliche Setup eingesetzt werden. Am Fahrrad zählt jedes Gramm. Im Begleitfahrzeug dagegen darf die Technik etwas aufwendiger werden – und genau dort kamen Kameras, Bildmischer und Bonding ins Spiel.
Von Event zu Event wird das Setup besser
Das Race Around Austria war dabei kein einmaliger Test. Das Team hatte die C300 Encoder und A5 Kameras bereits bei mehreren Veranstaltungen im Einsatz und entwickelt den Workflow mit jedem Event weiter. Genau das ist bei mobiler Livestream-Technik wichtig. Auf dem Datenblatt lässt sich viel planen – wirklich interessant wird es aber erst auf der Straße. Was passiert bei wechselnden Mobilfunkzellen? Wie verhalten sich mehrere SIM-Karten gleichzeitig? Welche Bitrate funktioniert auch in schwierigen Regionen? Wie baut man eine Remote-Regie auf, ohne dass jemand ständig vor Ort sitzen muss? Solche Erfahrungen entstehen erst im echten Einsatz. Und einmal rund um Österreich ist dafür vermutlich kein schlechter Praxistest.

Ranked Studios: Livestreams, YouTube-Produktionen und jede Menge mobile Technik
Hinter der Produktion beim Race Around Austria steckt unter anderem Patrick Gillitzer von Ranked Studios. Das Team produziert Livestreams, YouTube-Formate, Filme und Event-Aufzeichnungen für Creator und Marken und begleitet Projekte von der Idee bis zum fertigen Live-Signal. Für mobile Produktionen hat Patrick inzwischen ordentlich aufgerüstet: Zum Equipment von Ranked Studios gehören 12 MiNE A5 Kameras sowie drei MiNE C300 Bonding-Rucksäcke. Die Technik kommt nicht nur bei eigenen Produktionen zum Einsatz, sondern kann bei Ranked Studios auch gemietet werden. Gerade für Sportevents, mobile Livestreams oder Produktionen an wechselnden Orten ist damit ein ziemlich umfangreiches MiNE-Setup verfügbar.
Mobiles Livestreaming wird immer flexibler
Das Projekt zeigt ziemlich gut, wohin sich professionelle Livestream-Produktionen entwickeln.
Die komplette Regie muss heute nicht mehr zwangsläufig neben den Kameras stehen. Mit Bonding Encodern, mobilen Kameras, 5G, Starlink und Remote-Regie lassen sich Produktionsabläufe aufbauen, die vor wenigen Jahren nur mit deutlich größerem technischen Aufwand möglich gewesen wären. Beim Race Around Austria bedeutete das: Kameras und Bildmischer fahren im Begleitauto durch Österreich, während die Gesamtregie an einem ganz anderen Ort sitzt. Und während Sebastian Trimborn am Ende Silber holte, schaffte es auch der Livestream einmal rund ums Land. Wenn eine mobile Liveproduktion über mehr als 2.000 Kilometer funktioniert, darf man das durchaus als gelungenen Härtetest bezeichnen.
Vielleicht sogar als ein kleines bisschen Pionierarbeit. Wer auch Lust bekommen hat, den MiNE C300 Bonding Encoder oder die A5 Kameras zu testen, kann sich gerne bei uns melden unter 089 41 41 453 50 oder per Mail an hello@livestream-shop.com. Wir freuen uns, weitere spannende Projekte mit unserer Technik zu unterstützen.